Was ist Krankengymnastik?

Krankengymnastik (KG) ist eine eigenständige Behandlungsmöglichkeit im Dienst der Gesundheit des Menschen. Vorrangiges Ziel der Krankengymnastik ist es, durch gezielte Therapietechniken Störungen der Körperfunktionen zu vermeiden und zu beseitigen, Fehlentwicklungen zu korrigieren und Heilungsprozesse einzuleiten oder zu unterstützen. Durch gezielte Behandlungen greift Krankengymnastik am Haltungs- und Bewegungssystem an, um entweder an diesem oder als Sekundärwirkung an anderen Organsystemen Heilung oder Besserung zu bringen. Durch aktive Mitarbeit wird der Patient in den Heilungsprozess einbezogen, gewinnt an Selbständigkeit und kann an seiner Gesundung mitwirken. Die enge Verflechtung des Haltungs- und Bewegungssystems mit allen wichtigen Funktionskreisen des Körpers, wie z. B. Atmung, Herzkreislauf, Stoffwechsel und psychische Funktionen, zeigt die ganzheitliche Wirkung von Krankengymnastik und erklärt so ihre Therapieerfolge.

Physikalische Maßnahmen, wie Massage, Wärme, Kälte, Wasseranwendung, Elektrotherapie und Extension, kommen ergänzend hinzu.

Information und Schulung des Patienten und/oder der Angehörigen über gesundheitsgerechtes und/oder auf die Störung der Körperfunktion abgestimmtes Verhalten sind als Bestandteil der Behandlung unerlässlich. Die Schulung des Patienten im Gebrauch und Umgang mit seinen Hilfsmitteln ist ebenfalls Aufgabe von Krankengymnasten.

Krankengymnastik ist eine nebenwirkungsfreie Therapie. Sie wird kurativ, also zur Behandlung von Erkrankungen, aber auch präventiv z. B. in Form von vorbeugenden Kursangeboten durchgeführt.
International und seit der Neufassung des Berufsrechts im Jahre 1994 auch national wird gleichbedeutend der Begriff "Physiotherapie" (PT) verwandt.

zurück zur Übersicht

 

Impressum | Datenschutz